Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Archive for Oktober 2022

Jedoch die schlimmste Lüge war: Auf Wiedersehn

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Update zu Siehst du und
Einst, wenn dieser Lenz entschwand:

Bis jetzt fällt hoffentlich nicht allzu penetrant auf, dass ich meinen Laden schon mal fit mache für 2025, wenn Thomas Mann seit 70 Jahren tot sein und sein Copyright in die Public Domain übergehen wird. Ich hätte dem Manne selbstverständlich ein noch längeres als sein 80-jähriges Leben gewünscht, aber dann hagelt’s Ausschnitte aus seinem Doktor Faustus. Vorausgesetzt, dass ich dann noch will.

Nun war Thomas Mann, sollte ich’s noch nie in meiner verachtenswürdigen Häme erwähnt haben, kein großer Lyriker vor dem Herrn – was angesichts seiner sonstigen Verdienste ganz in Ordnung geht. Mit 14 Jahren sah man ihn jedenfalls noch Briefe mit „Thomas Mann. Lyrisch-dramatischer Dichter“ unterschreiben, und im Mai 1893, gerade noch 17-jährig, gab er in seiner zuständigen, dazu Deutschlands erster Schülerzeitung Der Frühlingssturm am Katharineum zu Lübeck – als Mitherausgeber noch unter seinem Jugendpseudonym Paul Thomas – das Gedicht Zweimaliger Abschied ans Licht, im Oktober desselben Jahres brachte er, 18 geworden und mit Aussicht auf sein Pendant zur Mittleren Reife in Obersekunda, immerhin den Mut auf, dasselbe Gedicht noch einmal in der Literaturzeitschrift Die Gesellschaft zu verwenden. Diese Zweitverwertung geschah schon unter seinem bürgerlichen Namen. Ob daher das Gedicht Zweimaliger Abschied von 1893 oder erst die Erzählung Gefallen von 1894 als sein literarisches Debüt gelten darf, kann man gerne noch weiter diskutieren. Eins von den zweien halt.

Ich zitiere als Internetpremeiere nach der zweiten Veröffentlichung korrigiert, weil sie erstens überhaupt erhalten und zweitens digitalisiert zugänglich ist.

——— Thomas Mann:

Zweimaliger Abschied

in: Schülerzeitung Frühlingssturm, Mai 1893,
und Literaturzeitschrift Die Gesellschaft, Oktober 1893, Seite 1247 f.:

Thomas Mann, Zweimaliger Abschied, Die Gesellschaft, Oktober 1893, Seite 1247 und 1248, VolltextDer letzte Abend war’s. Wir wanderten
am Strand des Meers, das still und schwarz und schweigend
im Unbegrenzten sich verlor. Kein Stern erglänzte
vom trüben, unbestimmten Grau des Himmels,
kein Stern der Hoffnung auf ein Wiedersehn . . .
Nur durch den feuchten Nebel sickerte
vom fernen Leuchtturm müdes rotes Licht, –
Das Abendglühen eines kurzen Tags,
an dem das Glück uns in den Armen hielt . . .
Und niemals wieder, niemals wieder . . .?
Wir wanderten und schwiegen mit dem Meer.
Dein liebes Blondhaupt lag an meiner Schulter,
und Deines feuchten Haares leiser Duft
umschmeichelte bestrickend meine Nerven . . .
Die Zeit verrann in seligem Vergessen,
und endlich kam er unerbittlich doch,
der Augenblick des letzten Lebewohls . . .
Wir standen still und sahn uns an – so an
zum letzten, letzten Mal . . . Kein Laut ringsum.
Ein tiefes, dunkles Schweigen um uns her.
Und Deine kalte Hand fand sich mit meiner,
und Thränen tiefen Leids umschleierten
das Meeresblaugrün Deiner Augen . . .
Und nur ein Wort ging durch die tiefe Stille,
sprachst Du es aus? War ich’s? Ich weiß nicht.
Es irrte durch die feuchte Sommernacht,
ganz leise, traum- und leidverlor’nen Klangs . . .
„Nie – niemals wieder . . .“

*               *
*

Und dann der Morgen. –
               Unaufhörlich ging
ein feiner Regen nieder. In dem kleinen Bahnhof
stand schnaubend längst der Zug. – Ein Lärmen, Hasten,
ein feuchtes, schmutziggraues Durcheinander
von Koffern – Menschen – Dampf –
Ich sah auf ein Bouquet – ich trug es selbst –
Und Deine Eltern sah ich – sah auch Dich –
Dann ein paar Worte – welche schöne Blumen! –
Sehr schlechtes Reisewetter – in der That –
Dann hielt ich Deine Fingerspitzen eben –
Adieu, adieu – und leben Sie recht wohl –
Auf Wiedersehn. – Jawohl, auf Wiedersehn! –
Ein letztes Winken noch; dann war es aus . . .
Wir logen beide. –
Jedoch die schlimmste Lüge war: „Auf Wiedersehn.“
Wir wußten’s beide, was das Meer gehört
an jenem feuchten, dunklen Sommerabend . . .
„Nie, – niemals wieder“ . . . .

Lübeck.               Thomas Mann.

Fast noch kompetenter als Arthur Eloessers derzeit gültige Thomas-Mann-Biographie von 2013 kommentiert Lutz Hesse:

[…] Prosalyrik war 1893 nahezu Avantgarde, die schwülstige Atmosphäre des Textes, seine Romantik ist auf dem Höhepunkt seiner Zeit. Die Geschichte, die Mann hier poetisch verdichtet erzählt, erfasst der Leser sofort. Im Tod in Venedig kommt uns das „Blondhaupt“ in Gestalt des Tadzio entgegen, ergänzt mit slawischen Wangenknochen. Im Zauberberg schildert Mann das sublime erotische Verhältnis von Hans Castorp zu seinem Mitschüler Pribislav Hippe. Auch Hippe wird blondlockig und slawisch abgebildet.

Thomas Manns Verse vom ZWEIMALIGEN ABSCHIED geben also Auskunft über erotische Vorlieben, unabhängig vom Geschlecht, die ihn in früher Jugend prägten und ein Leben lang begleiten sollten. Sicher lassen sich noch mehr Figuren Manns in seinem Werk finden, wo er versteckt oder direkt auf das Gedicht zurückkommt. […]

Das Schöne am neuen Zeitalter der Interpretationen ist ja auch, dass man als Literaturwissenschaftler oder interessierter Laie nicht mehr mit dem ständigen Beweis beschäftigt sein muss, dass Thomas Mann auch ja nicht schwul war. Man muss seine homophile Vorliebe für Knaben, die vielleicht eine unausgelebte Pädophilie war, nicht werten, darf sie heute aber voraussetzen.

Bild: Scan Thomas Mann: Zweimaliger Abschied, aus:
Die Gesellschaft, Oktober 1893, Seite 1247 bis 1248

Soundtrack: Ultra Orange & Emmanuelle: Don’t Kiss me Goodbye, aus: Ultra Orange & Emmanuelle, 2007:

Written by Wolf

28. Oktober 2022 at 00:01

Veröffentlicht in Land & See, Symbolismus

Goethe in Bewegung (Arno Schmidt auf dem Gepäckständer)

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Update zu Trotzki, Fauser und die Goetheforschung,
Wuchtig, in gedrängter Vierzeil‘ singe ich vom Cinnamone
und Wo mit Mais die Felder prangen:

Faust. In’s Freye. […]
Du kannst! So wolle nur! die Thür steht offen.

Vers 4538 + 4543, Kerker.

»Wenn Sie heute schrieben : hier an dieser Stelle: den ‹Werther›; die Epigramme und Elegien; Prometheus auf Italienischer Reise : Sie stünden längst vor Gericht! Als Defaitist; als Erotiker; wegen Gotteslästerung; Beleidigung politischer Persönlichkeiten !«

Arno Schmidt zu Goethe, 1957,
in: Goethe und einer seiner Bewunderer, Texte und Zeichen. 3. Jg. 1957, Seite 232–264,
Bargfelder Ausgabe I/2, Seite 208.

Die Schweiz hat alles, was ihr großer Kanton Deutschland auch hat, nur meistens in Kleiner, Besser und Selbergemacht. Statt Rolf Dieter Brinkmann hat sie zum Beispiel den elsässisch gebürtigen, deutschen Wahlschweizer Jürgen Theobaldy, und statt Hans Magnus Enzensberger hat sie den Vollschweizer Beat Brechbühl.

Theobaldy hat ein Gedicht über Goethe unter beflügelndem Einfluss nicht näher bezeichneter Substanzen, Brechbühl hat eins über Goethe und Arno Schmidt auf einmal; beides hat meines Wissens weder Brinkmann noch Enzensberger noch die deutsche Produktion überhaupt. Einzig rätselhaft bleiben die befahrenen Strecken – offenbar keine der drei Goetheschen Schweizer Reisen – und wieso Brechbühl von einem Fahrrad statt von einem Velo spricht.

Cover Christian Burmeister, Ein Fahrrad für Johann Wolfgang von Goethe, 2020

——— Jürgen Theobaldy:

Abenteuer mit Dichtung

1973, in: Blaue Flecken, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1974:

Cover Jürgen Theobaldy, Blaue Flecken, 1974Als ich Goethe ermunterte einzusteigen
war er sofort dabei
Während wir fuhren
wollte er alles ganz genau wissen
ich ließ ihn mal Gas geben
und er brüllte: „Ins Freie!“
und trommelte auf das Armaturenbrett
Ich drehte das Radio voll auf
er langte vorn herum
brach den Scheibenwischer ab
und dann rasten wir durch das Dorf
über den Steg und in den Acker
wo wir uns lachend und schreiend
aus der Karre wälzten

~~~\~~~~~~~/~~~

——— Beat Brechbühl:

Tschau Goethe

aus: Traumhämmer. Gedichte aus zehn Jahren, Benziger Verlag Zürich/Köln 1977:

Cover Beat Brechbühl, Traumhämmer, 1977Er stand an einer merkwürdig
gelben Wegkreuzung und
flirtete intensiv mit dem Milch-
mädchen aus Frankfurt.

Ich fuhr mit dem Fahrrad vorbei,
klingelte, auf dem Gepäckträger
saß Arno Schmidt
und rief Tschau Goethe
dieser ging
schleunig nach Hause,
zog sich aus bis aufs geblümelte Nachthemd
und schrieb weiter an seiner Welt-
literatur.

Gerlinde Hofmann, Goethe's Garden House, 5. November 2007

Bilder:

  1. Christian Burmeister: Ein Fahrrad für Johann Wolfgang von Goethe,
  2. Cover via moveo ergo sum, 3. November 2020;

  3. Cover Jürgen Theobaldy: Blaue Flecken, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1974. Man beachte, dass der abgebildete Gegenstand im Sande anno 1974 noch kein Mobiltelephon sein konnte. Aber was sonst?;
  4. Cover Beat Brechbühl: Traumhämmer. Gedichte aus zehn Jahren, Benziger Verlag Zürich/Köln 1977;
  5. Gerlinde Hofmann: Goethe’s Garden House, 5. November 2007:

    Goethe hatt‘ ein Gartenhaus,
    die Stars, die gingen ein und aus.
    Einmal erklärt er Lessing:
    „Mein Fahrrad ist aus Messing.“
    Dann stellte er es links vors Tor
    und war so klug als wie zuvor.

Soundtrack: Pink Floyd: Bike, aus: The Piper at the Gates of Dawn, 1967:

Written by Wolf

21. Oktober 2022 at 00:01

Veröffentlicht in Klassik, Land & See

One hundred and sixty-seven words, per day

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Update zu Der unverzichtbare Buchstabe e,
Break in college sick bay,
Wer mal in Die Zeyt gewesen, deßen Ruhm ist ja erlesen
und Amelia Earhart’s Favorite Poem:

Über Jeffrey McDaniel erfahren wir in Slam, herausgegeben von Cecily von Ziegesar bei AlloyBooks 2000:

Jeffrey McDaniel is the author of Alibi School and The Forgiveness Parade. His work appeared in Best American Poetry1996. He currently writes reviews and literary interviews for CUPS magazine in Los Angeles.

The Art oaf Face

Das ist die Information über einen Dichter des Jahrgangs 1967 in einer amerikanischen Anthologie über Slam-Poetry von anno 2000; selbst sein deutscher Wikipedia-Artikel ist heute schon aufschlussreicher, und der verlinkt noch seinen Myspace-Account.

Was uns solche Poetry normalerweise nicht lehrt, eher das Gegenteil: Man soll ausschließlich sprechen, um etwas in die Welt zu setzen, das schöner oder wenigstens nützlicher als die Stille ist. Wenn man fertig ist, soll man umgehend wieder die Klappe halten.

The Art oaf Face

McDaniels Vorschlag mit den höchstens 167 Wörtern pro Tag erinnert an Gullivers Reise auf die fliegende Insel Laputa, deren Einwohner gehalten sind, zu besprechende Gegenstände bei sich zu tragen und bei Bedarf vorzuzeigen. Beim geistlichen Satiriker Jonathan Swift sollte das materiell unterstützte Schweigen noch zu schnelle Abnutzung der Lungen verhindern, beim Poeten McDaniels sollen die Leute einander mehr in die Augen schauen. Kann man machen, jedenfalls fordern oder erträumen.

The Art oaf Face

Woran beide Maßnahmen scheitern werden, ist klar: Swift hat seine Idee schon in der Anlage so weit überspitzt, bis sie sich von selbst verbietet; McDanel lässt, absichtlich oder nicht, offen, ob seine zugelassenen 167 Wörter (nicht Worte) nach Type oder Token gezählt werden sollen, also die Lemmata oder das, was einem zum Beispiel Word mit seiner Zeichenzählung ausrechnet, was endlosem, dazu immer wieder hinausgezögertem Herumgefeilsche unter den Betroffenen Tür und Tor öffnet.

Träumen wird man noch dürfen.

——— Jeffrey McDaniel:

The Quiet World

in: Cecily von Ziegesar: Slam, AlloyBooks, New York 2000, page 99,
never performed:

Cover Cecily von Ziegesar, Slam, AlloyBooks, New York 2000In an effort to get people to look
into each other’s eyes more,
the government has decided to allot
each person exactly one hundred
and sixty-seven words, per day.

When the phone rings, I put it
to my ear without saying hello.
In the restaurant I point
at chicken noodle soup. I am
adjusting well to the new way.

Late at night, I call my long-
distance lover and proudly say:
I only used fifty-nine today.
I saved the rest for you.

When she doesn’t respond, I know
she’s used up all her words,
so I slowly whisper I love you,
thirty-two and a third times.
After that, we just sit on the line
and listen to each other breathe.

The Art oaf Face

Schweigende Mädchen: Gajo 1987, via The Art of Face, ca. 2021;
Cover Cecily von Ziegesar: Slam, Erstauflage 2000, via Amazon.de.

Soundtrack: John Cage: 4′33″, 1952,
William Marx live im McCallum Theatre, Palm Desert, Kalifornien:

Bonus Track: Nickerbocker & Biene: Hallo Klaus (I wü nur zruck), 1982,
aus: Nickerbocker: Spätzünder, 1983:

Written by Wolf

14. Oktober 2022 at 00:01

Veröffentlicht in Herrschaft & Revolte, Postironismus

Goethe und die Wolken: Er aber, Howard, gibt mit reinem Sinn uns neuer Lehre herrlichsten Gewinn

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Update zu Doch jene Wolke blühte nur Minuten
und Meine Urgroßmutter und die Wolken:

Goethes Hymne auf die Wolkenkunde samt deren Erfinder Luke Howard vorab:

——— Johann Wolfgang von Goethe:

Howards Ehrengedächtnis

1821:

Wenn Gottheit Camarupa, hoch und hehr,
Durch Lüfte schwankend wandelt leicht und schwer,
Des Schleiers Falten sammelt, sie zerstreut,
Am Wechsel der Gestalten sich erfreut,
Jetzt starr sich hält, dann schwindet wie ein Traum,
Da staunen wir und traun dem Auge kaum;

Nun regt sich kühn des eignen Bildens Kraft,
Die Unbestimmtes zu Bestimmtem schafft;
Da droht ein Leu, dort wogt ein Elefant,
Kameles Hals, zum Drachen umgewandt,
Ein Heer zieht an, doch triumphiert es nicht,
Da es die Macht am steilen Felsen bricht;
Der treuste Wolkenbote selbst zerstiebt,
Eh er die Fern erreicht, wohin man liebt.

Er aber, Howard, gibt mit reinem Sinn
Uns neuer Lehre herrlichsten Gewinn.
Was sich nicht halten, nicht erreichen läßt,
Er faßt es an, er hält zuerst es fest;
Bestimmt das Unbestimmte, schränkt es ein,
Benennt es treffend! – Sei die Ehre dein! –
Wie Streife steigt, sich ballt, zerflattert, fällt,
Erinnre dankbar deiner sich die Welt.

Stratus

Wenn von dem stillen Wasserspiegelplan
Ein Nebel hebt den flachen Teppich an,
Der Mond, dem Wallen des Erscheins vereint,
Als ein Gespenst Gespenster bildend scheint,
Dann sind wir alle, das gestehn wir nur,
Erquickt‘, erfreute Kinder, o Natur!

Dann hebt sich’s wohl am Berge, sammelnd breit
An Streife Streifen, so umdüstert’s weit
Die Mittelhöhe, beidem gleich geneigt,
Ob’s fallend wässert oder luftig steigt.

Cumulus

Und wenn darauf zu höhrer Atmosphäre
Der tüchtige Gehalt berufen wäre,
Steht Wolke hoch, zum herrlichsten geballt,
Verkündet, festgebildet, Machtgewalt
Und, was ihr fürchtet und auch wohl erlebt,
Wie’s oben drohet, so es unten bebt.

Cirrus

Doch immer höher steigt der edle Drang!
Erlösung ist ein himmlisch leichter Zwang.
Ein Aufgehäuftes, flockig löst sich’s auf,
Wie Schäflein tripplend, leicht gekämmt zu Hauf.
So fließt zuletzt, was unten leicht entstand,
Dem Vater oben still in Schoß und Hand.

Nimbus

Nun laßt auch niederwärts, durch Erdgewalt
Herabgezogen, was sich hoch geballt,
In Donnerwettern wütend sich ergehn,
Heerscharen gleich entrollen und verwehn! –
Der Erde tätig-leidendes Geschick!
Doch mit dem Bilde hebet euren Blick:
Die Rede geht herab, denn sie beschreibt,
Der Geist will aufwärts, wo er ewig bleibt.

Dank für die Entdeckung und das Erschließen der Bedeutung von Franz Ossings Abhandlung Goethe und die Wolken gebührt einmal mehr Silvae in seinem skying vom 26. Juli 2022. Skying ist dabei noch eine Art Vorform des Urban, besser noch Rural Sketching: das schnelle, intuitive Skizzieren ach so veränderlicher Wolken; den Universalgelehrten mit künstlerischem Schwerpunkt Goethe entdecken wir darin als Meteorologe, den Pharmakologen und Apotheker Howard als Poeten.

Der undatierte Text kann der Literaturliste nach frühestens seit 2001 online stehen, seiner „einsnulligen“ Anmutung nach auch nicht viel später. Behutsam typographisch angegichen, aber ungekürzt:

——— Franz Ossing:

Goethe und die Wolken

Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, ca. 2001:

Der tägliche Wetterbericht erscheint uns heute ganz selbstverständlich und lässt uns leicht vergessen, dass noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts, zu Goethes Lebzeiten, an eine wissenschaftliche Wettervorhersage gar nicht zu denken war. Man kannte nicht einmal die atmosphärischen Zustandsgrößen, die eine solche Vorhersage ermöglichen. Lediglich die Empirie, das Wissen der Bauern, Schäfer und Seefahrer stand zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund gewinnt Luke HOWARDs (1772–1864) Wolkenklassifikation ihr eigentliches Gewicht. Dieser Londoner Pharmakologe und Apotheker hatte 1803 in seinem Werk „On the Modification of Clouds“ den Grundstein zu einer Klassifikation der Wolken gelegt, wie sie in den wesentlichen Grundzügen auch heute noch gilt.

Wer von Goethes meteorologischen Beobachtungen spricht, muss von Luke Howard reden, denn seine Beobachtungen haben Goethes wissenschaftliche Ansichten zur Meteorologie und seine dichterische Wiedergabe meteorologischer Phänomene entscheidend geprägt.

Der Weg zu Luke „Howards Ehrengedächtnis“

Ebenso einfach wie genial unterteilte Howard die Wolken in vier Grundformen, die er den einzelnen Höhenstockwerken der Atmosphäre zuteilte. Einfach: weil diese Grundtypen phänomenologisch erfasst wurden; genial: weil hinter dieser Vertikaleinteilung das sichere Gefühl stand, dass diese Höhenstaffelung physikalischen Gesetzmäßigkeiten folgt.

Howard nennt zunächst die Haupttypen: den Cirrus (Federwolke), den Cumulus (Haufenwolke) und den Stratus (Schichtwolke). Zwischen diesen existieren Mischformen: Cirro-Cumulus, Cirro-Stratus, Cumulo-Stratus und (später hinzugefügt) der Cumulo-Cirro-Stratus, auch Nimbus genannt, eine Regenwolke und eigener Typ. Es muß allerdings hier angemerkt werden, daß seine Klassifikation weder die mittelhohen Altocumulus- (Schäfchen-)Wolken und Altostratus, noch die Mischform Nimbostratus (die typische Dauerregenwolke) berücksichtigte. Das schmälert Howards wissenschaftliches Verdienst allerdings um keinen Deut.

Aus Howards Beobachtungen folgt, dass er seine Wolkentypen verschiedenen Höhen zuordnete. Der vertikale Schichtaufbau der Atmosphäre war zu dieser Zeit ebenfalls noch weitgehend unbekannt. Dass Druck und Temperatur mit der Höhe abnehmen, wusste man aus Messungen beim Aufstieg auf Berge, aber der thermodynamische Zusammenhang von Druck, Temperatur und Feuchte – und damit die Entstehungsursachen für Wolken – wurde erst von den Wissenschaftlern des 19. Jahrhunderts entdeckt.

Goethe hielt völlig zu Recht die Arbeit Howards für bahnbrechend. Er war bekanntlich fest davon überzeugt, dass die Empirie der Schlüssel zum Verständnis der Naturprozesse ist. Daraus erklärt sich seine Begeisterung für die Arbeiten Howards, der erstmals eine empirisch begründete Systematik der Wolken vorlegte. Konsequent widmete er ihm sein Gedicht „Howards Ehrengedächtnis“ (1821):

Er aber, Howard, gibt mit reinem Sinn
Uns neuer Lehre herrlichsten Gewinn;
Was sich nicht halten, nicht erreichen läßt,
Er faßt es an, er hält zuerst es fest;
Bestimmt das Unbestimmte, schränkt es ein,
Benennt es treffend! – Sei die Ehre dein! –

Howards Systematik, physikalisch gesehen

Howards Stockwerkgliederung der Wolken fußt auf meteorologischen Gegebenheiten: neben der Abnahme des Luftdrucks mit der Höhe ist die Atmosphäre typischerweise durch ein vertikales Temperaturgefälle gekennzeichnet. Bis zur unteren Stratosphäre (in unseren Breiten etwa in 10 bis 12 Kilometern Höhe) nimmt die Temperatur mit der Höhe ab. Wolken bestehen aus kondensiertem Wasserdampf in Form von Wolkentröpfchen, oder aus Wasser in kristallierter Form, Eis. Auch existieren Wolken mit einem Eis/Wasser-Gemisch.

Zur Wolkenbildung kommt es, wenn eine bestimmte Temperatur (der Taupunkt) unterschritten wird. Dann kondensiert der (unsichtbare) Wasserdampf an den winzig kleinen Partikeln in der Luft, den Kondensationskernen – es formt sich eine Wolke.
Howards Einteilung in Cirrus- (Feder-)wolken, Cumulus- (Haufen-)wolken und Stratus- (Schicht-) wolken bezieht sich exakt darauf, dass bei Temperaturen unter -35 °C eine Wolke komplett aus Eis, bei Temperaturen oberhalb von -12 °C aus flüssigem Wasser besteht (aus wolkenphysikalischen Gründen gefriert Wasser in der freien Atmosphäre nicht unmittelbar bei 0 °C). Seine große Leistung besteht darin, dass er diese Einteilung ohne fundiertes Wissen über die Vertikalstruktur der Atmosphäre vornahm.

Bei allen Fortschritten in der Wolkenphysik, bei aller Verfeinerung der Klassifikation der Wolken, wie sie die Systematik der World Meteorological Organization WMO vornimmt, gilt Howards rein empirische Betrachtung immer noch. Auch heute kann die Vielfalt der Wolken nur beschreibend dargestellt werden; immer wieder geschieht es, dass der Meteorologe vom Dienst bei der Wahrnehmung seiner 3-stündlichen Beobachtungen Wolkengebilde entdeckt, die sich nur schwierig in das enge Regelwerk der Wetterdienstroutine einpassen.

Goethe als Meteorologe, Howard als Poet

Goethe lernte Howards Arbeiten 1815 kennen, als er – Leiter der Anstalten für Kunst und Wissenschaft im Herzogtum Sachsen-Weimar – sich mit der Gründung einer meteorologischen Station auf dem Ettersberg zu Weimar befasste. Er trat 1822 mit Howard in Briefkontakt.

Vergleicht man nun Luke Howards naturwissenschaftliche Beschreibung der einzelnen Hauptwolkentypen mit der dichterischen Beschreibung Goethes, so stehen sich hier der empirisch exakte Naturforscher aus England und der Poet aus Deutschland ebenbürtig gegenüber.

Beispiel Stratus: diese Schichtwolke benennt Howard ebenso exakt wie kurz als „a widely extended, continuous, horizontal sheet, increasing from below.“

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
Stratus (Cap de Rosiers, Kanada, 27.07.1991, 13:05 Uhr, Foto: F. Ossing)

Goethe bedichtet die Stratuswolke mit viel Poesie:

Wenn von dem stillen Wasserspiegel-Plan
ein Nebel hebt den flachen Teppich an,
Der Mond, dem Wallen des Erscheins vereint,
Als ein Gespenst Gespenster bildend scheint,
Dann sind wir alle, das gestehn wir nur,
Erquickt‘, erfreute Kinder, o Natur!

Beispiel Cumulus: Howard skizziert kurz und knapp diese Haufenwolke als „convex or conical heaps, increasing upward from a horizontal base“. Wieder liegt in der knappen, aber genauen Definition die eigentliche Leistung.

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
Cumulus (Sonneberg/Harz, 15.06.1974, 11:00 Uhr, Foto: F. Ossing)

Goethe setzt dieser seine dichterische entgegen:
“ … Steht Wolke hoch, zum herrlichsten geballt,
Verkündet, festgebildet, Machtgewalt,
Und was ihr fürchtet und wohl auch erlebt,
Wie’s oben drohet, so es unten bebt.“

Beispiel Cirrus: die Federwolke beschreibt Howard mit „parallel, flexuous, or diverging fibres, extensible in any or in all directions“, eine Kurzdefinition, die auch heute noch den Standards der Welt-Meteorologie-Organisation entspricht.

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
Cirrus (Coesfeld, 22.12.1974, 10:50 Uhr, Foto: F. Ossing)

Goethe sieht den Cirrus so:

Ein Aufgehäuftes, flockig löst sich’s auf,
Wie Schäflein trippelnd, leichtgekämmt zu Hauf,
So fließt zuletzt, was unten leicht entstand,
Dem Vater oben still in Schoß und Hand.

Und schließlich Beispiel Nimbus: hier scheint Howards Definition nicht ganz sicher, die Regenwolke kann ein Gewitter (Cumulonimbus), eine regnende Cumulus-Wolke oder auch eine Schichtwolke mit Regen sein: „Nimbus. The rain cloud. A cloud or system of clouds from which rain is falling. It is a horizontal sheet, above which the cirrus spreads, while the cumulus enters it laterally and from beneath.“

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
„Nimbus“: meint L. Howard den Nimbostratus
(Akkrum, NL, 19.08.1981, 16:05 Uhr,
Foto: F. Ossing) …

Goethe sieht den Regen ebenfalls aus dem Nimbus fallen, bezieht sich aber eindeutig auf ein Gewitter:

Nun läßt auch niederwärts, durch Erdgewalt
Herabgezogen, was sich hoch geballt,
In Donnerwettern wütend sich ergehn,
Heerscharen gleich entrollen und verwehn! –

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
… oder, wie Goethe, den Cumulonimbus (Potsdam, 17.08.2000, 14:50 Uhr, Foto: F. Ossing)?

Goethe gibt übrigens in der Abfolge der Wolken in „Howards Ehrengedächtnis“ den atmosphärischen Kreislauf des Wassers wieder: „Wie Streife steigt, sich ballt, zerflattert, fällt“. Der atmosphärische Wasserdampf kondensiert zu Wolkentröpfchen (hier: Stratus), in Cumuluswolken steigen die Wolkentröpfchen bis in das Eisniveau und bilden Schneeflocken, aus denen Regentropfen werden, die aus der Wolke fallen. Gerade bei Gewitterwolken (Cumulonimbus) wird der obere Teil der Wolke häufig in Cirren umgewandelt (der „Amboß“ eines Gewitters). Dieser Wasserkreislauf ist in Howards Schrift ebenfalls erwähnt.

Anzumerken ist weiterhin, daß Goethe Wolken und andere meteorologische Phänomene nicht nur in diesem Gedicht, sondern in seinem Gesamtwerk beständig wieder aufnimmt, erinnert sei hier nur an die Vision des Dr. Faustus, der in Wolken, „formlos breit und aufgetürmt … fernen Eisgebirgen gleich“, Helena zu sehen meint (Faust IIy).

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
„… fernen Eisgebirgen gleich“, Schauerwolken, oben vereist
(Neustadt i.H., 27.08.78, 12:30 Uhr,
Foto: F. Ossing)

Meteorologische Unschärfen: wo ist das mittlere Stockwerk?

Bereits Schöne (1969, S. 29) wies darauf hin, dass Goethe die Howardsche Nomenklatur wie einen Baukasten benutzt. Wo ihm die Systematik Howards veränderungswürdig erscheint, entwickelt Goethe eigene Termini, in denen sich sein Verständnis der Atmosphäre niederschlägt.

Das ist insofern konsequent, als die Howardsche Wolkenklassifikation einige Unschärfen enthält.

Nehmen wir das obige Beispiel der Regenwolke „Nimbus“. Wir haben gesehen, dass Regen aus einem Gewitter, einem Cumulus oder aus einem Nimbostratus fallen kann. Diese drei Wolken gehören unterschiedlichen atmosphärischen Höhenstufen an: der Cumulus gehört zu den tiefen Wolken, Nimbostratus ist eine mittelhohe Wolke und das Gewitter, der Cumulonimbus, erstreckt sich vertikal durch alle drei Wolkenstockwerke. Bei Howard wird die Regenwolke entsprechend auch „Nimbus or Cumulo-cirro-stratus“ genannt. Der meteorologischen Unschärfe entspricht hier die sprachliche.

Die moderne Meteorologie unterscheidet aus wolkenphysikalischen Gründen zwischen tiefen, mittelhohen und hohen Wolken: während – allgemein gesprochen – die tiefen Wolken üblicherweise aus Wassertröpfchen bestehen, sind die hohen Wolken Ansammlungen von Eiskristallen. Die mittelhohen Wolken setzen sich aus einer Mischung von Eispartikeln und Wassertröpfchen zusammen.

Luke Howard konnte diesen physikalischen Hintergrund noch nicht kennen, seine Pionierleistung besteht ja gerade darin, dass er ohne dieses Wissen eine bis heute taugliche Wolkenklassifikation erstellte. Allerdings ergibt sich bei Howard daraus eine nur diffuse Abgrenzung der mittelhohen und hohen Bewölkung. Der mittelhohe Altostratus findet sich als eigene Wolkengattung gar nicht und unter die Kategorie „Cirro-cumulus“ werden auch Altocumuli oder gar Stratocumuli subsumiert.

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
Altocumulus-Himmel (Bay du Vin, New Brunswick, Kanada, 30.07.91, 20:05 Uhr, Foto: F. Ossing)

Diese Ungenauigkeit spiegelt sich bei Goethe in der von ihm selbst beschrifteten Abbildung von „Schaaf-Wolken“ wider, die er als „Cirro-Cumulus“ bezeichnet (Goethe-Nationalmuseum Weimar, Inv.Nr. 1533). Dieses Bild stellt eindeutig mittelhohe Altocumuli mit Schattierungen im Wolkenkörper und nicht Cirrocumuli dar, die eine solche Schattierung nicht aufweisen.

Franz Ossing, Goethe und die Wolken
Altocumulus-Wolken, von Goethe fälschlich als „Cirro-Cumulus“ bezeichnet
(1817, Bleistift und Aquarell auf Papier, Goethe-Nationalmuseum Weimar, Inv.Nr. 1533)

Was bleibt:

Als Staatsrat und Minister des Herzogtums Sachsen-Weimar hatte Goethe die Kunst und Wissenschaft unter sich. Seine Theorien zum Wetter, insbesondere sein „Versuch einer Witterungslehre“ muten uns heute eigentümlich an, weil er die wetterbestimmenden Hoch- und Tiefdruckgebiete damit erklärt, daß der Erdkörper die Atmosphäre ein- und ausatme. Dem theoretisch irrenden Goethe steht der Wetterpraktiker Goethe konträr gegenüber. Unter Goethes Oberaufsicht wurde, beginnend mit der 1815 errichteten Weimarer Wetterstation, ein Wetter-Beobachtungsnetzt aufgebaut, eines der ersten in Deutschland. Die hier erfolgten Aufzeichnungen können als eine der Wurzeln wissenschaftlicher Klimatologie und Meteorologie in Deutschland verstanden werden.

Schon lange bevor er die Schrift Howards kennenlernte, hatte Goethe sich mit dem Wetter beschäftigt, Wolkenskizzen gezeichnet, auf Luftdruck und Temperatur geachtet.

Dennoch geht mit der Rezeption von Howards Klassifikation eine Intensivierung Goethes meteorologischer Vorstellungen einher. Es spricht für Goethes Autoironie, dass er sich dabei im Selbstgespräch auf den Arm nimmt:

Du Schüler Howards, wunderlich
Siehst morgens um und über dich,
Ob Nebel fallen, ob sie steigen,
Und was sich für Gewölke zeigen.

– genau so, wie wir morgens den Blick aus dem Fenster werfen, um zu sehen, ob der Wetterbericht stimmt, „ob’s heiter, ob’s regnet“, bevor wir zur Haustür hinausgehen. Vielleicht sind wir heute in unseren Breiten nicht mehr so wetterabhängig wie vor 250 Jahren, aber Wetter ist nach wie vor das Stück Natur, das uns tagtäglich unmittelbar berührt.

Literatur:

  1. Goethe, J.W., „Schriften zur Naturwissenschaft“, Reclam, Stuttgart 1977
  2. Luke Howard, On the Modification of Clouds“, Original in: Philosophical Magazine XVI, London 1803, Nachdruck in: Hellmann, G., Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus, No. 3, Berlin 1894

Andere AutorInnen:

  • Hamblyn, R., „Die Erfindung der Wolken – Wie ein unbekannter Meteorologe die Sprache des Himmels erforschte“, Frankfurt/M., Insel-Verlag, 2001
  • Schöne, A., „Über Goethes Wolkenlehre“, in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen für das Jahr 1968. Göttingen: Vandenhoeck u. Ruprecht 1969, S. 26–48
  • Schönwiese, C.-D., „‚Ein Angehäuftes, flockig löst sich’s auf‘ – Goethe und die Beobachtung der Wolken“, in: Forschung Frankfurt. Wissenschaftsmagazin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M., Nr. 2/1999, S. 12–18

Verschiedene Beiträge in:

  • Wehry, W. / Ossing, F., „Wolken – Malerei – Klima in Geschichte und Gegenwart“, Eigenverlag der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, Berlin, 1997, 192 S.

Zur Wolkenklassifikation mit Text und Bild:
WMO (World Meteorological Organization), „International Cloud Atlas“, Vol. II, Genf, 1987

Ein anklickbarer Wolkenkatalog mit über 50 Fotos und ausführlicher Beschreibung findet sich hier:
Neumann, N./ Ossing, F./ Zick, C.: „Wolken-Ge-Bilde“, CD-ROM, Deutsche Meteorologische Gesellschaft 1997, Berlin

Umfangreiche Information zu Goethe findet sich unter:
www.goethezeitportal.de/

Weitere Arbeiten zum Zusammenhang von Kunst und Geowissenschaften finden sich unter ‚Wege zur Kunst‚ am GFZ.

Bilder: ders., a. a. O.

Soundtrack: Led Zeppelin: The Rain Song, aus: Houses of the Holy, 1973,
in: The Song Remains the Same, 1976:

Written by Wolf

7. Oktober 2022 at 00:01

Veröffentlicht in Klassik, Land & See