Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Lessing Luther Lemnius

leave a comment »

Update zu Ein arger Gast in Trutz und Poch
und Ein holprichtes Lied mit tiefer und rauher Stimme:

Du hast vns zu kot vnd vnflat gemacht vnter den Völckern.

Klagelieder Jeremias 3,45.

Faden 1: Wie man aus einem Brief von Melanchthon weiß (an Veit Dietrich L., 22. Juli 1538), lag Martin Luther im Juli 1538 an der Dissenterie erkrankt darnieder. Dissenterie ist graeco-lateinisch und heißt Ruhr, Diarrhö oder Dünnschiss:

Lutherus dysenteria laborat iam dies sedecim Medici iubent nos bene sperare. Et nos uota facere, ut Deus ei uitam proroget, aequum est.

Faden 2: Über Simon Lemnius ist heute nicht viel mehr bekannt, als was Lessing 1753 in der ersten seiner fünf Rettungen ehrend verbreitet hat — und weil es eine Ehrenrettung war, richtete sie sich an jemanden, der dem Lemnio als einem historisch bekannten Ketzer abhold war, in Briefform.

Lessings Sammlung Briefe von 1753 ist eine Aufbereitung philosophisch-kritischer Arbeiten für seine erste eigene Werkausgabe und richtet sich an fiktive Korrespondenten, in unserem Fall an einen „Herrn P.“, deren Antworten deswegen jeweils verschwiegen, nur implizit vorausgesetzt werden, und ist nicht zu verwechseln mit der Sammlung Briefe, die neueste Litteratur betreffend von 1759–1765.

M.A.K.photo, Wittenberg Impressions, 12.Oktober 2010

Zweiter Brief

An ebendenselben

Wahrhaftig, ich bewundre Sie! Ein Beiwort, an dessen Nachdruck ich nicht einmal gedacht hatte, legen Sie mir in allem Ernste zur Last? Ich fürchte, ich fürchte, wir werden über den armen Simon Lemnius in einen kleinen Zank geraten. Und da sehen Sie es, daß ich das Herz habe, ihn noch einmal so zu nennen, ob Sie ihn gleich den verleumderischen, den boshaften, den meineidigen, den unzüchtigen heißen. Aber sagen Sie mir doch, geben Sie ihm diese Benennungen, weil Sie seine Aufführung untersucht haben, oder weil sie ihm von andern gegeben werden? Ich befürchte das letztere, und muß also den armen Lemnius doppelt beklagen. War es nicht genug, daß ihn Luther verfolgte, und muß sein Andenken auch noch von der Nachwelt befeindet werden? Aber Sie erstaunen; Luther und verfolgen, scheinen Ihnen zwei Begriffe zu sein, die sich widersprechen. Geduld! Wann Sie wollen, so will ich Ihnen alles erzählen; und alsdann urteilen Sie. Vorher aber muß ich Sie um alles was heilig ist bitten, mich nicht für einen elenden Feind eines der größten Männer, die jemals die Welt gesehen hat, zu halten. Luther stehet bei mir in einer solchen Verehrung, daß es mir, alles wohl überlegt, recht lieb ist, einige kleine Mängel an ihm entdeckt zu haben, weil ich in der Tat der Gefahr sonst nahe war, ihn zu vergöttern. Die Spuren der Menschheit, die ich an ihm finde, sind mir so kostbar, als die blendendste seiner Vollkommenheiten. Sie sind so gar für mich lehrreicher, als alle diese zusammen genommen; und ich werde mir ein Verdienst daraus machen, sie Ihnen zu zeigen.1 – – Zur Sache also! Lemnius, oder wie er auf Deutsch heißt, Lemichen, lag den Wissenschaften in Wittenberg ob, eben als das Werk der Reformation am feurigsten getrieben ward. Sein Genie trieb ihn zur römischen Dichtkunst, und mit einer ziemlich beträchtlichen Stärke darinne verband er eine gute Kenntnis der griechischen Sprache, welches damals noch etwas seltnes war. Sein muntrer Kopf und seine Wissenschaften erwarben ihm die Freundschaft des Melanchthons, welcher ihn mit Wohltaten überhäufte. Sabinus, der Schwiegersohn des Melanchthons, befand sich damals auch in Wittenberg. Zwei gleiche Köpfe auf einer hohen Schule werden sich leicht finden, und Freunde werden. Sabinus und Lemnius wurden es auf die ausnehmendste Weise, und ich finde, daß auch die darauf folgenden Händel ihre Freundschaft nicht geendet haben. Im Jahre 1538 kam es dem Lemnius ein, zwei Bücher lateinischer Sinnschriften drucken zu lassen. Er ließ sie also unter sei nem Namen drucken; er ließ sie in Wittenberg drucken, und brachte sie vorher, wie ich es höchst wahrscheinlich zeigen kann, dem Melanchthon zur Beurteilung. Diese drei Umstände, mein Herr, erwägen Sie wohl; sie beweisen schon so viel, daß Lemnius ein gut Gewissen muß gehabt haben. Melanchthon fand nichts anstößiges darinne, wie es Sabinus dem Drucker versicherte. Nunmehr wurden sie bekannt gemacht; aber kaum waren sie einige Tage in den Händen der Leser gewesen, als Luther auf einmal ein entsetzliches Ungewitter wider sie, und ihren Verfasser erregte. Und warum? Fand er etwa jene lascivam verborum licentiam darinne? Diese wäre vielleicht zu entschuldigen gewesen, weil sie der Meister in dieser Art des Witzes, Martial, Epigrammaton linguam nennt. Oder fand er, daß sie giftige Verleumdungen enthielten, die Ehre eines unschuldigen Nächsten zu brandmalen? oder fand er gar seine eigene Person darinne beleidigt? Nein; alles das, weswegen Sinnschriften mißfallen können, mißfiel Luthern nicht, weil es nicht darinne anzutreffen war; sondern das mißfiel ihm, was wahrhaftig an den Sinnschriften das anstößige sonst nicht ist: einige Lobeserhebungen. Unter den damaligen Beförderern der Gelehrsamkeit war der Kurfürst von Mainz Albrecht einer der vornehmsten. Lemnius hatte Wohltaten von ihm empfangen, und mit was kann sich ein Dichter sonst erkenntlich erzeigen, als mit seinen Versen? Er machte also deren eine ziemliche Menge zu seinem Ruhme; er lobte ihn als einen gelehrten Prinzen, und als einen guten Regenten. Er nahm sich aber wohl in Acht, es nicht auf Luthers Unkosten zu tun, welcher an dem Albrecht einen Gegner hatte. Er gedachte seines Eifers für die Religion nicht mit einem Worte, und begnügte sich, seine Dankbarkeit mit ganz allgemeinen, ob gleich hin und wieder übertriebenen Schmeicheleien an den Tag zu legen. Gleichwohl verdroß es Luthern; und einen katholischen Prinzen, in Wittenberg, vor seinem Angesichte zu loben, schien ihm ein unvergebliches Verbrechen. 2 Ich dichte diesem großen Manne hierdurch nichts an, und berufe mich deswegen auf sein eigen Programma, welches er gegen den Dichter anschlagen ließ, und das Sie, mein Herr, in dem 6ten Tome seiner Schriften, Altenburgischer Ausgabe, nachlesen können. Hier werden Sie seine Gesinnungen in den trockensten Worten finden; Gesinnungen, welche man noch bis auf den heutigen Tag auf dieser hohen Schule beizubehalten scheinet. Luther donnerte also mündlich und schriftlich wider den unbehutsamen Epigrammatisten, und brachte es in der ersten Hitze so gleich dahin, daß ihm Stubenarrest angekündigt ward. Ich habe immer gehört, daß ein Poet eine furchtsame Kreatur ist; und hier sehe ich es auch. Lemnius erschrak desto heftiger, je unvermuteter dieser Streich auf ihn fiel; er hörte, daß man allerhand falsche Beschuldigungen wider ihn schmiedete, und daß Luther die ganze Akademie mit seinem Eifer ansteckte; seine Freunde machten ihm Angst, und prophezeiten ihm lauter Unglück, anstatt ihm Mut einzusprechen; seine Gönner waren erkaltet; seine Richter waren eingenommen. Sich einer nahen Beschimpfung, einer unverdienten Beschimpfung zu entziehen, was sollte er tun? Man riet ihm zur Flucht; und die Furcht ließ ihm nicht Zeit zu überlegen, daß die Flucht seiner guten Sache nachteilig sein werde. Er floh; er ward zitiert; er erschien nicht; 3 er ward verdammet; er ward erbittert; er fing an seine Verdammung zu verdienen, und tat, was er noch nicht getan hatte; er verteidigte sich, so bald er sich in Sicherheit sahe; er schimpfte; er schmähte; er lästerte. – – Soll ich in meinen künftigen Briefen fortfahren, Ihnen mehr davon zu sagen? Ich bin etc.

[Fußnoten:]

1 So muß der sprechen, der aus Überzeugung und nicht aus Heuchelei lobt. Aus dieser letztern Quelle sind, leider ein großer Teil der uneingeschränkten Lobsprüche geflossen, die Luthern von unsern Theologen beigelegt werden. Denn loben ihn nicht auch diejenigen, deren ganzen, losem Geize und Ehrgeize man es nur allzuwohl anmerkt, daß sie im Grunde ihres Herzens, nichts weniger als mit Luthern zufrieden sind? die ihn heimlich verwünschen, daß er sich auf Unkosten seiner Amtsbrüder groß gemacht, daß er die Gewalt und den Reichtum der Kirche den Regenten in die Hände gespielt, und den geistlichen Stand dem weltlichen Preis gegeben, da doch dieser so manche Jahrhunderte jenes Sklave gewesen?

2 Es war den ersten Reformatoren sehr schwer, dem Geiste des Pabsttums gänzlich zu entsagen. Die Lehre von der Toleranz, welche doch eine wesentliche Lehre der christlichen Religion ist, war ihnen weder recht bekannt, noch recht behäglich. Und gleichwohl ist jede Religion und Sekte, die von keiner Toleranz wissen will, ein Pabsttum.

3 Lemnius hätte, wie Alkibiades, den die Athenienser zurückberiefen, um sich gegen seine Ankläger zu verteidigen, antworten können:

Ευνϑες, τον εχοντα δικην ζητειν αποφυγειν, ενον φυγειν.

Und als man den Alkibiades fragte, ob er seinem Vaterlande (τη πατριδι) nicht zutraue, daß es gerecht sein werde, antwortete er: auch meinem Mutterlande nicht (τη μητριδι). Wie leicht kann es nicht aus Irrtum oder Unwissenheit ein schwarzes Steinchen für ein weißes greifen.

Zu der Nachricht, daß ihn seine Landesleute zu Tode verurteilt, sprach er: wir wollen ihnen zeigen, daß wir noch leben. Er ging zu den Lacedemoniern und erregte den Atheniensern den dekelikischen Krieg. Aelian. XIII. c. 38.

David Clonel, Panorama of the center of Lutherstadt Wittenberg, 30. April 2016

Mit Lemnius beschäftigt Lessing sich acht seiner Briefe lang – wie gesagt: ehrend und rettend, doch ohne darüber als guter Protestant unter Beobachtung einer gestrengen Zensur Luther zu verunglimpfen; ungekürzt stehe hier nur der erste davon. Anschließend wird es unübersichtlich politisch. Aus dem Dritten Brief fällt allerdings schlagend die Stelle auf:

Ich will mich dieses zu widerlegen nicht dabei aufhalten, was ich von den Grenzen einer erlaubten Satyre hernehmen könnte; sondern ich will mich gleich zu dem Zeugnisse selbst wenden, auf welches Sie sich berufen. Lassen Sie uns also die Stelle aus des Matthesius Predigten über das Leben unsers Luthers näher betrachten. Hier ist sie: „Im 38. Jar thet sich herfür ein Poetaster, Simon Lemchen genant: der fing an, viel guter Leut mit schendlichen und lesterlichen Versen zu schmehen, und die grossen Verfolger des Evangelii mit seiner Poeterey zu preisen, auch unsern Doctor in seiner Krankheit zu verhöhnen, dazu ihm grosser Leut Verwandten halffen, daß soche Schmehschriften gedruckt, und heimlich ausgestreuet wurden, wie auch dieser Lemnius hernach eine Rifianische und greuliche Lesterschrift, die er den Hurenkrieg nennet, dem heiligen Ehestand und der Kirchendiener Ehe, und viel erbaren Frauen zu Unehren ließ ausgehen etc.“ Als Prediger, bin ich hier mit dem guten Matthesius recht wohl zufrieden, aber als Geschichtschreiber gar nicht. Eine einzige Anmerkung wird seine Glaubwürdigkeit verdächtig machen. Er sagt, Lemnius habe Luthern in seiner Krankheit verhöhnt. Wo finden Sie in den ersten zwei Büchern die geringste Spur davon? Suchen Sie, so viel Sie wollen! Matthesius begeht hier ein Hysteronproteron, welches gar nicht fein ist. Lemnius hat Luthers eher mit keinem Worte im Bösen gedacht, als bis er es an Ihm erholte. Das Sinngedichte, auf welches Matthesius hier zielt, stehet in dem dritten Buche, in welchem freilich sehr viel nichtswürdige Sachen stehen, die aber durchaus nicht zur Ursache seiner Verdammung können gemacht werden, weil er sie erst nach derselben den beiden ersten Büchern beifügte. Es ist zwar so schmutzig und so niederträchtig, daß ich mich mehr als die beiden ersten Zeilen, welches folgende sind:

In M. Lutherum

Ipse dysenteriam pateris clamasque cacando
Quamque aliis optas evenit illa tibi etc.

anzuführen scheue: wann es aber auch noch schmutziger, noch niederträchtiger wäre, so würde es dennoch dem Matthesius sehr übel zu nehmen sein, daß er den Lemnius verhaßt zu machen, zu Falschheiten seine Zuflucht nimmt, und dasjenige zum Hauptverbrechen macht, was nichts als die Wirkung eines verbitterten Gemüts war.

Wer bis hierher durchgehalten hat, darf sich jetzt die Belohnung abholen in Form zweier, nun ja: Scheißgedichte – nämlich jenes schmutzigen und niederträchtigen Gedichts samt Luthers Retourkutsche.

——— Simon Lemnius:

In M. Lutherum

aus: M. Simonis Lemnii Epigrammaton Libri III, 1538:

Ipse dysenteriam pateris clamasque cacando,
    Quamque aliis optas euenit illa tibi.
Dumque cacatores clamas, tu nenpe cacator
    Factus es, et merda diues es ipse tua.
Ante tibi rabies distorta resoluerat ora,
    Et soluit culus iam tibi uentris onus.
Noluit haec tantum rabies e faucibus ire,
    Nunc etiam natibus perfluit illa tuis.
Non poterat fundi pestis tibi tanta labellis,
    Vnde tamen rumpat repperit illa uiam.
Sed puto rumpetur citius tibi uenter et exta,
    Exeat e culo quam tibi tanta lues.

Simon Lemnis, Ipse dysenteriam pateris clamasque cacando, VolltextÜbersetzt lautet das ungefähr:

Du leidest an der Ruhr und du schreist beim Scheißen, und was du erst anderen wünschtest, befällt jetzt dich. Du nanntest andere Scheißer, jetzt bist du ein Scheißer geworden und reichlich mit Scheiße gesegnet. Vergangener Zorn hat dein schiefes Maul geöffnet, jetzt entlädt sich dein Mageninhalt durch den Arsch. Dein Zorn kam nicht nur druch dein Maul — er fließt jetzt rückwärtig aus dir. So eine Pest konntest du nicht allein durch die Lippen ausstoßen, und doch hat sie einen Weg des Ausbruchs gefunden. Aber ich glaube, dein Magen und deine Eingeweide werden bersten, bevor so eine Pestilenz dein Arschloch verlässt.

Wer sich durchaus zu dergleichen berufen fühlt, kann das gerne in seiner Freizeit in korrekte Verse setzen, die an dieser Stelle zu veröffentlichen ich nicht anstehen werde. Martin Luther, der schon zu Lebzeiten einen Ruf zu verlieren hatte, beherrschte nicht allein das lateinische Vokabular, um das zu verstehen, er konnte sogar eine gleichwertige Antwort im selben Versmaß liefern, formal einwandfrei und inhaltlich in nichts zurückstehend:

——— Martin Luther:

Dysenteria Lutheri in Merdipoetam Lemchen

30. September 1538:

Quam bene conveniunt tibi res et carmina, Lemchen!
    Merda tibi res est, carmina merda tibi.
Dignus erat Lemchen merdosus carmine merdae,
    Nam vatem merdae nil nisi merda decet.
Infelix princeps, quem laudas carmine merdae!
    Merdosum merda quem facis ipse tua.
Ventre urges merdam vellesque cacare libenter
    Ingentem, facis at, merdipoeta, nihil.
At meritis si digna tuis te poena sequatur,
    Tu miserum corvis merda cadaver eris.

Die fertige Übersetzung davon steht in D. Martin Luthers Dichtungen in gebundener Rede mit den nötigen Anmerkungen als eine Festgabe zum 31. Oktober 1892 für alle Lutherfreunde herausgegeben von Georg Schleusner, Archidiakonus zu Wittenberg, P. Wunschmanns Verlag, Wittenberg 1892:

Luthers Ruhr an den Kotdichter Lemchen

Wie schön stimmen bei dir, o Lemchen, Sache und Dichtung,
Kot ist’s, drum du dich mühst, deine Gedichte sind Kot.
Würdig war der kotige Lemchen kotiger Dichtung,
Denn dem Sänger des Kots Kot nur zum Danke geziemt.
Unglückseliger Fürst, den du lobst mit kotiger Dichtung,
Den mit dem Kote von dir selber voll Kotes du machst.
Drängest im Leibe den Kot und möchtest so gern dich entleeren
Massenhaft. Aber du bringst. Dichter des Kots, nichts heraus.
Doch wenn dich nach Verdienst einst trifft gebührende Strafe,
Dann wirst ein jämmerlich Aas, Kot, für die Raben du sein.

Stadt und Land, Schlosskirche zu Wittenberg, 25. September 2017

Dieser handlich fassbare Dichterwettstreit hat im englischsprachigen Teil der deutschen Literaturwissenschaft im Internet eine gewisse stille Berühmtheit erlangt – besonders denke ich da an Michael Gilleland: Two Crappy Poems, in: Laudator Temporis Acti, 27. Juni 2017 –, weil man anhand solcher Saft- und Kraftausdrücken mit Vorliebe seine Fremdsprachenkenntnisse schult.

Eigentlich feiern wir gerade Luther und nicht seine unverschuldeten Intimfeinde, immerhin beschert uns der Mann nach einem halben Jahrtausend einen zusätzlichen Feiertag außer der Reihe – der auch heuer weder Halloween noch Weltspartag heißt. Das widerfährt uns erst wieder in weiteren fünfhundert Jahren. Entwarnung für Brückentagjäger: Der 31. Oktober 2517 fällt auf einen Sonntag.

Fast schade, dass 1892 „merda“ nur „Kot“ heißen durfte. Schon hundert Jahre später wäre das eine recht erfrischende Entladung geworden. Also eine verbale jetzt.

Bilder: Simon Lemnius: Epigrammaton libri III. Adiecta Est Qvoque eiusdem Querela ad Principem,
Seite 131 via Uni Mannheim in Bild und Volltext, und
Wittenberg:

  1. M.A.K.photo: Wittenberg Impressions, 12.Oktober 2010;
  2. David Clonel, 30. April 2016:

    Panorama of the center of Lutherstadt Wittenberg. It’s a small city, which is currently preparing for the big anniversary next year: 31. Oct 1517 Martin Luther nails his 95 Theses at the door of the church, which is the starting point of Protestant Reformation.

    On the right side of the market you can see a monument of Luther.

    The restauration of the „Castle Church“ / Schloßkirche with the theses door is finished soon (I hate construction hoarding in a picture), then I will show some more pictures!

  3. Stadt + Land: Schlosskirche zu Wittenberg, 25. September 2017.

Soundtrack: Kerstin Ott: Scheißmelodie, aus: Herzbewohner, August 2016:

Advertisements

Written by Wolf

27. Oktober 2017 um 00:01

Veröffentlicht in Glaube & Eifer, Renaissance

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.