Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Homerische Dark Fantasy

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Update zu Grillen mit Homer:

The problem with quotes on the Internet is that it is hard to verify their authenticity.

Abraham Lincoln, 1864.

„Der Wolf“, sagt die Wölfin, „der Wolf. Kauft wieder ganze Verkaufsportale auf.“

„Gar nicht wahr“, sag ich.“

„Die Buchabteilung mit den toten Dichtern jedenfalls.“

„Schon wieder falsch. So viele Bücher gibt’s von Homer gar nicht.“

„Wieso können sich dann so viele Leute seit dreitausend Jahren mit dem beschäftigen?“

„Weil er wahrscheinlich nicht mal die zwei geschrieben hat.“

„Erst die Ilias, dann die Odyssee, hab ich gelernt. Merkt sich leicht. Von wem sollen die sonst sein?“

„Von einem griechischen Schreibknecht in assyrischen Diensten in Karatepe, Kikilien. Deswegen wohl eher ein Stummer als ein Blinder. Oder sogar mehrere stumme Schreiber.“

„Sagt wer?“

„Sagt Raoul Schrott.“

„Daher …“

„Keine Namenwitze bitte. Das ist nicht weniger denn die Lösung der Homerischen Frage.“

„Ja dann. Und wenn das ein ganzes Schreibkollektiv war, war dann nicht Zeit für mehr Bücher? Oder waren die zwei so lang, dass …“

„Die zwei füllen nicht mal einen geschlossenen Zeitraum aus. Für den Zwischenraum musste Jahrtausende später Goethe einspringen. Dafür gibt’s einen größeren Satz von Homerischen Hymnen.“

„Und? Sind die auch so gut?“

„Ha! Der volle Silvesterknaller, wenn man Amazon glaubt …“

„Zeig.“

Homerische Hymnen.

Übertragung, Einführung und Erläuterungen von Karl Arno Pfeiff.
Herausgegeben von Gerd von der Gönna und Erika Simon, Stauffenburg Verlag, Tübingen 2002

Cover Homerische Hymnen, Stauffenburg Verlag, 2002Homerische Hymnen Taschenbuch – 2002
von Gerd von der Gönna (Herausgeber), & 2 mehr
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Taschenbuch: 206 Seiten
Verlag: Stauffenburg (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3860571877
ISBN-13: 978-3860571873
Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 1,4 x 22,7 cm
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Cover Diablo. Vermächtnis des Blutes, 2005Der für seine Beiträge zum Drachenlanze-Universum bekannte Richard A. Knaak liefert mit Das Vermächtnis des Blutes einen Roman zum Computer-Rollenspiel-Bestseller Diablo von Blizzard Entertainment. Das Spiel begeisterte aufgrund seines stimmungsvollen Dark-Fantasy-Hintergrundes voller Mystik, Monster und Gefahren. Auf diese Elemente greift Knaak gekonnt zurück und entwirft einen fantastischen Plot, der sich — unabhängig von der Handlung des Spiels — in die Welt Diablos mit ihren bizarren Bewohnern und Mächten einfügt.

Als der Söldner Norrec Vizharan mit seinen Freunden das Grab des legendären Dämonenmeisters Bartuc plündert, gelangt er in den Besitz der Rüstung des „Kriegsherrn des Blutes“. Doch wird er sie nicht mehr los — schlimmer noch: Sie übernimmt die Kontrolle über ihn. Derart manipuliert begeht er gegen seinen Willen schreckliche Verbrechen und strebt einem geheimnisvollen Ziel zu. Verfolgt wird er dabei aus unterschiedlichsten Gründen von einer Reihe grotesker Gestalten: einer Nekromantin, einem größenwahnsinnigen Feldherrn, einer Hexe, einem Dämon, einem verrückten Magier und zwei Wiedergängern. Auf dem verschlungenen Pfad zum Showdown wird viel gezaubert und beschworen, und es tauchen allerlei Ungeheuer, Dämonen und wahre Teufel auf. Nur Diablo selbst tritt (noch) nicht in Erscheinung. Oder etwa doch?

Der Roman bietet interessante und spannende Einblicke in die Welt des Rollenspiels. Doch es mangelt ihm ein wenig an plastischen und schlüssigen Figuren und an einem eindringlichen Erzählstil. Viele Beschreibungen bleiben etwas platt und oberflächlich, sodass man die Grafiken aus dem Spiel kennen muss, um auf seine Kosten zu kommen. Das ist schade, denn die Welt von Diablo gibt einen vorzüglichen Hintergrund für Dark-Fantasy-Romane ab, der das Zeug hätte, jedermann zu begeistern. So aber werden wohl eher nur die Fans des Rollenspiels ihre Freude an diesem Buch haben — und sich auf den zweiten Roman zu Diablo freuen, der September 2003 erscheinen soll. — Simon Weinert — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Seit dem Anbeginn aller Zeiten führen die geflügelten Streiter der Himmel und die Dämonenhorden der Brennenden Höllen einen erbitterten Kampf um das Schicksal der Schöpfung. Dieser infernale Konflikt hat sich nun auf die Ebene der Sterblichen verlagert und weder Mensch noch Dämon noch Engel werden sich dieser Schlacht entziehen können …

Norrec Vizharan ist zu einem lebenden Albtraum geworden. Auf der Suche nach einem Schatz entdeckt der Söldner ein magisches Artefakt, das seine kühnsten Träumen übersteigt: die uralte Rüstung von Bartuc, dem legendären Kriegsherrn des Blutes. Doch die mysteriöse Panzerung ist mit einem Fluch belegt birgt unheilvolle Kräfte. Auf der Flucht vor Dämonen, die das finstere Artefakt für ihre eigenen niederträchtigen Zwecke einsetzen wollen, muss Norrec Herr über einen kaum zu bändigenden Durst nach Blut werden und die Wahrheit über den schrecklichen Fluch in Erfahrung bringen, wenn er nicht für immer der Finsternis verfallen will … — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Richard A. Knaak hat über 40 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten verfasst. Seine Werke wurden weltweit in viele Sprachen übersetzt. — Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

„Richard A. Knaak war ein stummer Grieche, der vor dreitausend Jahren in Karatepe für die Assyrer als Schreiber gearbeitet hat …?“ wundert sich die Wölfin.

„Mit 40 Romanen, nicht lausigen zwei Gedichten!“

„Dann nimmst du vielleicht mal die Aufforderung von Amazon wahr und lässt die Produktinformationen aktualisieren, du hämischer Kindskopf?“

„Für mich ist der Verkauf dieses Produkts vollständig akzeptabel. An der Nekromantin, dem größenwahnsinnigen Feldherrn, der Hexe, dem verrückten Magier, zwei Wiedergängern, allerlei Ungeheuern, Dämonen und wahren Teufeln herrscht doch eh kein homerischer Zweifel. Ich aktualisier lieber den Wiki-Artikel über Herrn Knaak, das geht einfacher.“

„Und weil du Weihnachten so viel Altpapier verschenkt hast, musst du wohl dringend deine Homerischen Hymnen nachkaufen.“

„Phh. Schau mal in den Briefkasten.“

„Wolf, Wolf, Wolf …“

— Viel Glück im neuen Jahr; wir werden es alle brauchen.

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Written by Wolf

30. Dezember 2015 um 00:01

Veröffentlicht in Griechische Antike, Handel & Wandel

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