Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Des Wallens willen wallen

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Update zu Vorbild und Nachbild: Nebelschleiern sich enthüllen:

Arthur Rackham, The Rhine-Maidens teasing Alberich, Die Rheintöchter necken Alberich, 1910Die Gesamtausgabe 2001–2005 von Hermann Hesse umfasst etwa vierzehntausend Seiten in zwanzig Bänden und einem Registerband. Eine davon ist richtig gut.

Hermann Hesse:

Ein Wallfahrer-Lied von Vögeln gesungen

Nachlass, aus der Zeit als Wandervogel:

Die Woge wogt, es wallt die Quelle,
Es wallt die Qualle in der Welle,
Wir aber wallen durch die Welt,
Weil nur das Wallen uns gefällt.
Wir tuns nicht, weil wir wallen sollen,
Wir tun es, weil wir wallen wollen.
Wer nur der Tugend willen wallt,
Kennt nicht des Wallens Allgewalt.
Sie wallt und waltet über allen,
Die nur des Wallens willen wallen.

Das gehört vorgetragen, wie man Wagner singen würde.

Soundtrack: Flosshilde, Woglinde und Wellgunde: Weia! Waga! Woge, du Welle! (Wogalaweia!)
aus: Richard Wagner: Rheingold, 1854/1869/Bayerische Staatsoper München 2012.

Gewalle & Geschwalle: Arthur Rackham: The Rhine-Maidens teasing Alberich
aus: The Rhinegold & the Valkyrie, 1910.

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Written by Wolf

8. Mai 2015 um 00:01

Veröffentlicht in Land & See, Novecento

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