Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Kotzmaterial (Ein Hoch auf deine Bildung du vollidiot)

with 4 comments

Update zu Gateway Drug und Filius patri antevertens obiit:

Die Beschäftigung mit der Literatur der deutschen Klassik äußert sich bei jedem in anderen Forschungsansätzen, oft auch in anderem Wortschatz. Man müsste dergleichen nicht berücksichtigen, gar noch weiter verbreiten — wenn der Fragesteller auf Yahoo! Clever namens Spacelab nicht soviel Mindestanstand einhielte, für seine Ansicht Gründe anzuführen. Wie er sich im weiteren Verlauf der Diskussion, die 2012 stattfand, verhielt, gehört streng genommen nicht zur Sache; hat doch er selbst als „Beste Antwort“ diejenige von Frau Mytilena ausgewählt, die anführt: „Die meisten genialen Menschen waren menschlich A****löcher.“

Miss Audrey Brooks, An Aud Perspective, 2012——— Spacelab et al.: Gelöste Frage: Kann mir mal jemand erklären, was an Goethe so gut gewesen sein soll?, in: Yahoo! Clever, 2012, in unemendierter „Rechtschreibung“:

Was, bitte, soll denn an Goethe gut gewesen sein?

– Er hat inhaltlich von A-Z ausnahmslos ******* und Schwachsinn geschrieben
– Im öffentlichen Leben und mit seinen „Ämtern“ hat er nur Schaden angerichtet, dafür fähige Leute verdrängt und kaputt gemacht, mit seiner Profilneurose
– Seine Familie hat er durch Ignoranz, Unfähigkeit, Größenwahn, Eingebildetheit und Egomanie völlig zerstört. Seine Frau starb im Alkoholismus, sein hochbegabter, aber durch Goethe völlig kaputt gemachter Sohn starb auch im Alkoholismus

Goethe hat nur *******, Dekadenz und Kaputtheit hinterlassen.

Was soll an dem gut gewesen sein, ganz real?

Das war ein furchtbarer, rücksichtsloser Mensch und ein gewissenloser, ignoranter Dummkopf, der zeitlebens gute Menschen kaputt gemacht hat.

Aber das kapiert offenbar auch heute noch niemand.

Weitere Details

Ach so, ja, habe ich noch vergessen:

Seine „wissenschaftlichen Studien“ waren auch samt und sonders völliger Schwachsinn. In seinem Größenwahn und seiner anmaßenden Verblendung und seiner Selbstüberschätzung, hielt er einfach für wahr, was er sich in seinem dummen, unwissenden Kopf so zusammenreimte. Und weil er sich für so toll hielt, glaubte er ganz selbstverständlich, das sei wahr, weil er sich für so toll hielt.

Außerdem verschloss er einfach immer die Augen vor jeder für ihn unangenehmen Realität und vor dem Leid und den Schaden, den er anderen antat. Er wollte einfach nichts davon wissen und das einfach wahr haben, also war es für ihn einfach nicht wahr.

Goethe war einfach nur ein begabtes aber völlig unfähiges *********. Er hat nichts zur Erkenntnis von Wahrheit o. ä. beigetragen, er war einfach ein Vollidiot.

Theoretisch ist Bildung frei zugänglich, daher kann man so fragen. Und so kann man antworten:

——— Avalon:

Miss Audrey Brooks, An Aud Perspective, 2012Sicherlich wird niemand daran gehindert, auch einen Goethe zu kritisieren. Auch ich mag nicht alle Werke von ihm.

Nur sollte man nicht nur die Orthographie und Interpunktion bei einem solchen Vorgehen einigermaßen beherrschen, sondern auch inhaltlich und im Ausdruck von dem Objekt seiner Kritik nicht gar so eklatant abweichen.

Goethe als Mensch und Goethe als Dichter stehen auf zwei verschiedenen Blättern und es wäre anzuraten, für beide Beispiele anzuführen, die auch nachweisbar sind und sich nicht nur in durch „***“ verborgene Fäkalausdrücke äußern.

Das kehrt sternchenatmend die Gosse noch doppelt häßlicher her…

——— Felix:

Dir das zu erklären, halte ich für zwecklos. Aber du mußt zugeben: ein Gutes hatte Goethe doch, nämlich er hat dir dazu verholfen, dich mal so richtig auszu.kotzen. Das ist doch ein herrliches Gefühl – oder?

Der Magen ist leer, der Druck ist weg, man ist zwar etwas geschwächt, sieht noch ein wenig beschi.ssen aus, aber es geht aufwärts – dank Goethe.

Wenn dir wieder mal danach ist, dann lies Goethe, der hilft :-)

——— Felipe:

wer sagt denn das Goethe als Mensch gut war? Bzw. kanntest du ihn persönlich um über ihn urteilen zu können?

Seine Werke sind genial und das ist unbestritten. Les dir Faust I und II einmal durch. Oder die Leiden des jungen Werther.

edit : hast recht. Bushidos Bestseller ist wahre Kunst und Goethe war ein Idiot. Ein Hoch auf deine Bildung du vollidiot

——— Rinalso:

Eine sachlichere Erörterung wäre sicher vorteilhaft …

Goethe wurde – so oder so – von seinen Zeitgenossen richtig beurteilt, denn die haben ihn ja zum Teil persönlich gekannt !

Wenn es der Frager nicht mit Goethe hält, dann wäre es doch interessiert, welche PERSONEN er GUT findet … Vielleicht genügen auch alle nicht …

——— Ingemar Martyrius:

Goethe war Gartenfreund.
Quelle(n):
G. Balzer : „Goethe als Gartenfreund“

——— Limbo:

nur einer der sich nicht erkennen lassen will stellt so eine frage
Quelle(n):
du bist nicht besser als goehte

——— Konrad:

Wie gefällt das Gedicht: „Willkommen und Abschied?“
Quelle(n):
Meine Schule

——— ?:

mit sich selbst reden ist auf dauer ungesund, das bemerke ich jetzt.

*goethes faust in den himmel streck*

Eine Diskussion entsteht, wenn jemand auf eine Antwort antwortet. Wiederum theoretisch verhält sich der bildungsbeflissene Spacelab daher vorbildlich:

@ Felipe – Ich wollte eine Antwort auf meine Frage, und keine bekloppten Platitüden, die jeder Vollidiot kennt und von sich geben kann.

Und um die berechtigte Frage zu stellen, was an Goethe gut gewesen sein soll, und das auch zu beantworten, muss man ihn logischer Weise nicht selbst gekannt haben. Wenn das nötig wäre, dann wäre er ja schon, völlig zu Recht, vergessen.

@ Felipe – Ich wollte eine Antwort auf meine Frage, und keine bekloppten Platitüden, die jeder Vollidiot kennt und von sich geben kann.

Und um die berechtigte Frage zu stellen, was an Goethe gut gewesen sein soll, und das auch zu beantworten, muss man ihn logischer Weise nicht selbst gekannt haben. Wenn das nötig wäre, dann wäre er ja schon, völlig zu Recht, vergessen.

@ Felipe – Meinst du, ich kenne Faust und den Werther nicht? Das ist gequirlte *******, die niemandem hilft.

Es ist nicht nur Zeitverschwendung, sondern sogar schädlich, diesen Dreck zu lesen.

@ „Goethe war Gartenfreund“

Ach so, und Gartenfreunde sind tolle Menschen. „Der Mörder ist immer der Gärtner“ heißt es, und in diesem Satz steckt viel mehr Wahrheit, als die meisten Menschen glauben.

Ach ja, und wer an Goethes „geniale Lebensweisheiten“, d. h. das Sammelsurium seiner Zitate etc., glaubt, kann sich gleich erschießen.

Er hat viel geschrieben, das Einiges an Wahrheit enthält, leider aber nicht mehr als das. Und deshalb ist es schädlich, weil das, was er von sich gab, eben nur einen Wahrheitsgehalt hat, von ihm in der Gesamtheit aber völlig unzulänglich und falsch verstanden wurde. Und das ist nur schädlich, und daher wäre besser gewesen, er wäre Rechtsanwalt o. ä. geworden, als so einen Bockmist zu fabrizieren.

Wer „Goethes Weisheiten“ glaubt, sollte sich besser gleich erschießen. Das Ergebnis ist dasselbe, nur dauert die erste Möglichkeit zu diesem Ergebnis nicht so lang und ist auch nicht so qualvoll.

Goethe war ein ******** und ein Volltrottel. Ja gut, wem seine bekloppten „kunstvollen“ Schreibereien gefallen, de gustibus non est disputandum, aber in Bezug auf die Lebensrealität war er ein Völlarsch und Trottel, der nur Schaden

Ach ja, und zum „Werther“ noch: Der „Werther“ war ja zu Goethes Zeit der Jugendbestseller schlechthin, ein Megaerfolg. Und das führte dazu, dass sich, ganz nach Werthers Vorbild, unzählige junger Männer das Leben nahmen.

Super!

Das ist aber nur EIN Beispiel, das ich nur thematisiere, weil hier Antworter den „Werther“ erwähnte.

Super der Goethe! Toll!

Da kann man sich schon war darauf einbilden, auf solche Killer-Ergebnisse.

@ limbo – „Nur einer, der sich nicht erkennen lassen will, stellt so eine Frage.“

Erstens stimmt das nicht, dass ich mich nicht erkennen lassen will, zweitens verwendet hier jeder einen Nick.

Außerdem hatte ich nicht um einen unqualifizierten persönlichen Angriff gebeten, sondern um Antworten auf die Frage.

Auch wenn ich davon ausgehe, dass du von dem Thema sowieso keine Ahnung hast. Aber ich lege, der Unterhaltsamkeit wegen, mal deine Platte auf:

Dass jemand wie du, der noch nicht einmal eine Antwort auf die Frage geben kann und anstatt dessen sinnlos aggressiv und persönlich wird, Goethe gut findet, ist schon klar.

@ Felix – Deine Antwort wäre schon witzig, wenn sie witzig wäre. Aber erstens ist deine Antwort falsch, zweitens ultrapromitiv, drittens keine Antwort auf die Frage und viertens: Wenn du das schon als „Auskotzen“ bezeichnen musst: Goethe ist der Grund dafür, dass ich überhaupt etwas zum „Kotzen“ habe, wenn schon. Goethe lesen hilft nicht dagegen, sondern er liefert das Kotzmaterial. Das ist ja genau das Problem.

Oh Gott.

@ Felix: „Dir das zu erklären halte ich für zwecklos.“

So? Ich denke eher, dass du einfach von Tuten und Blasen keine Ahnung hast, aber hier dummdreist rumposten. Naja, ich finde ja auch, dass es keinen Zweck hat DIR die phyiskalischen Berechnungen zur Konstruktion von Apollo 5 zu erläutern … ich meine, ich KÖNNTE das natürlich, wenn ich nur wollte, aber es hat eben keinen Zweck DIR das zu erklären! Das ist der Grund, nicht etwa, weil ich keine Ahnung davon habe. NEIN!

@ Felix: Wenn sich hier jemand AUSGEKOTZT hat, dann warst das du, und zwar auf MEINE KOSTEN. Deshalb bist du jetzt geblockt.

@ rinalso – So ’ne aggressive und außérdem völlig substanzlose ******* kannst du für dich behalten.

@ Avalon – Halt einfach die Klappe!

Aber die Mytilena, die mag er: „Beste Antwort — Ausgewählt vom Fragesteller“:

Miss Audrey Brooks, An Aud Perspective, 2012Goethe hat der Nachwelt viel geniale Werke hinterlasssen.
Er war in seiner Zeit schon eine außergewöhnliche Persönlichkeit,
Auch unterstützte er oft Schiller, der unter permanenter Geldknappheit litt und fand sogar in sogar im Armengrab, weil er auf Reisen war, als er starb und ließ ihn anständig bestatten.

Doch jedes Ding besitzt mindestens zwei Seiten.

Seine Frau, Christiane Vulpius, mit der er lange Jahre zusammenlebte und sie keinem seiner Gäste vorstellte, sondern sie als seine Haushälterin ansah, heiratete er erst, nachdem napoleonische Truppen in sein Haus eingedrungen waren und er sich in der letzten Ecke verkrochen hatte, während sie sich ihnen entgegenstellte und sie darüber aufklärte, in wessen Haus sie sich befanden.
Goethe kannten auch die Franzosen. Sie zogen sich zurück.

Als ich das Goethehaus besuchte, war ich erschüttert über sein Testament. Er behauptete darin, dass es niemals mehr einen größeren Dichter als ihn geben würde.
Ich schätze ihn in menschlicher Hinsicht als Egozentriker und Narzissten ein.

Doch seine Verdienste für die deutsche Literatur und die Weimarer Kulturlandschaft sind trotzdem ungeschmälert.
Die meisten genialen Menschen waren menschlich A****löcher.
Sie nahmen keine Rücksicht auf andere, schon gar nicht auf ihre Familie, sondern steuerten nur ihr Ziel an.
Auch der russische Flugzeugkonstrukteur Ziolkowski ließ seine Kinder hungern, um seinen Plänen nachzugehen.

——— Bewertung des Fragenden: *****:

Die einzige qualifizierte Antwort, und überhaupt das einzige Posting, das nicht nur aus aggressiver Kenntnisfreiheit besteht, außerdem sehr informativ. Der Begriff „genial“ ist eine dümmliche Worthülse, die i. d. R. dann eingesetzt wird, wenn etwas zwar irgendwie begabt, aber trotzdem Müll ist.

Bilder: Miss Audrey Brooks: An Aud Perspective, ebenfalls alle 2012.

Bildung: Rudi Carrell: Am laufenden Band, 1978.

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Written by Wolf

5. August 2013 um 00:01

4 Antworten

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  1. Naja, das bedingt sich ja nicht gegenseitig – wenn auch geniale Menschen „menschlich A****löcher“ sein sollten, wie hier ohne weitere Belege behauptet wird, heißt das nicht im Umkehrschluss, dass Arschlöcher auch immer genial wären. Obgleich die Vermutung nahe liegt, der Fragesteller habe dies so verstanden und fühlte sich geschmeichelt…

    phrixus

    12. August 2013 at 13:59

    • Genau das ist wohl das Problem: Weder sind alle Arschlöcher Genies noch können alle Säufer schreiben.

      Wolf

      12. August 2013 at 14:29

      • Ja, wenn doch einfach mal alle ihren Lewis Carroll ordentlich gelesen hätten… „Das ist keineswegs dasselbe. Denn dann könntest du genauso gut sagen: Ich esse, was ich sehe ist das Gleiche wie ich sehe, was ich esse!“ So einfach ist das doch.

        phrixus

        12. August 2013 at 22:11

  2. Daher: „Kotzmaterial“ :o)

    Wolf

    13. August 2013 at 13:16


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