Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Einige Reste Wein

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——— Eckermann, 11. März 1828:

Egal wie dicht du bist, Goethe war dichterGoethe schritt im Zimmer auf und ab. Ich hatte mich an den Tisch gesetzt, der zwar bereits abgeräumt war, aber auf dem sich noch einige Reste Wein befanden nebst einigem Biskuit und Früchten.

Goethe schenkte mir ein und nöthigte mich, von beiden etwas zu genießen. „Sie haben zwar verschmäht,“ sagte er, „diesen Mittag unser Gast zu sein, doch dürfte ein Glas von diesem Geschenk lieber Freunde Ihnen ganz wohl thun!“

Ich ließ mir so gute Dinge gefallen, während Goethe fortfuhr im Zimmer auf- und abzugehen und aufgeregten Geistes vor sich hin zu brummen und von Zeit zu Zeit unverständliche Worte herauszustoßen.

Dichter Maler: Joseph Ducreux: Autoportrait en moqueur, um 1793, Louvre.

Unverständliche Worte: Dr. med. Georg Ringsgwandl: Sekt, aus: Vogelwild, 1992.

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Written by Wolf

28. Mai 2013 um 00:01

Veröffentlicht in Klassik, Nahrung & Völlerei

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