Doctor Fausti Weheklag und Höllenfahrt

Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Es braucht nicht eben ein scharfdenkender Kopf zu sein

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——— Heinrich von Kleist: Ueber die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden, ca. 1806
(und so nahe dran, wie ein klassischer Aufsatz dem Rock ’n‘ Roll kommen kann!):

Die Reihen der Vorstellungen und ihrer Bezeichnungen gehen neben einander fort, und die Gemüthsacten für Eins und das Andere congruiren. Die Sprache ist alsdann keine Fessel, etwa wie ein Hemmschuh an dem Rade des Geistes, sondern wie ein zweites mit ihm parallel fortlaufendes Rad an seiner Axe.

Etwas ganz Anderes ist es, wenn der Geist schon, vor aller Rede, mit dem Gedanken fertig ist.

Neu in den Höllenfahrten der Linkrolle: Kleist Digital. Briefe und Chronik, vorerst Beta-Version und Work in Progress. Bis zur Fertigstellung gilt weiterhin das Kleist-Archiv Sembdner samt der Baustelle seiner selbst. Mit dem Phöbus hat Vergleichbares aber auch schon funktioniert, es ist also alles nur typisch Kleist.

BIld: Evelin Grunemann: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden, 1998,
sinnigerweise scharfgephotoshoppt.

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Written by Wolf

11. Januar 2013 um 07:34

Veröffentlicht in Klassik, Weisheit & Sophisterei

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